Intervallfasten Kaffee

Positive Effekte für die Gesundheit | Bulletproof

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Intervallfasten ist die neue Diätform zum Abnehmen. Wobei viele Anhänger die Methode gar nicht als Diät bezeichnen, sondern von einer Lebenseinstellung reden. Denn verzichten musst du angeblich auf nichts. Die tolle Nachricht für alle Kaffee-Liebhaber: Kaffee ist sogar zu allen Tageszeiten erlaubt und soll den Effekt des zwischenzeitlichen Verzichts sogar fördern. Welche Rolle das koffeinhaltige Getränk genau im Ernährungsplan des Intervallfastens spielt, erfährst du in diesem Blogbeitrag.

 

Das Prinzip des Intervallfastens

Intervallfasten lässt sich in mehreren Varianten praktizieren:

  • die gewöhnliche Form 6/18
  • die 5/2-Variante

Erstere Methode schreibt vor, 18 Stunden lang auf Essen zu verzichten, während du deinen Hunger in den verbleibenden sechs Stunden stillst. Wichtig dabei ist, dass die Kadenz- und die Essensphase immer an die gleiche Uhrzeit gebunden sind.

Bei der 5/2-Methode fastest du nicht täglich, sondern tageweise. An fünf Tagen der Woche nimmst du nur eine begrenzte Kalorienmenge zu dir. An den übrigen zwei Tagen darfst du dich hingegen wie gewohnt ernähren.

Grundsätzlich gilt die Regel: Alles ist erlaubt, solange es keine Kohlenhydrate enthält. Denn diese lassen deinen Insulinspiegel ansteigen.

Wie hilft Intervallfasten beim Abnehmen?

Ein angepriesener Vorteil des Intervallfastens ist, dass du dir das Kalorienzählen ersparst. Denn die Annahme, ein Kaloriendefizit sei ausschlaggebend für die Gewichtsreduktion, ist längst überholt. Forscher bewiesen sogar das genaue Gegenteil. Da dem Körper weniger Energie zur Verfügung steht, speichert er erst recht jede einzelne Kalorie ein. Der Stoffwechsel arbeitet auf Sparflamme, um die Reserven nicht so schnell zu verbrauchen.

Intervallfasten soll genau entgegengesetzt wirken und den Stoffwechsel anregen. Dies soll durch den Zustand der Ketose geschehen.

 

Ketose – was ist das?

Indem du Nahrung zu dir nimmst, versorgst du deinen Körper mit Energie. Diese speichert er in Form von Glukose in seinen Depots. Für jede noch so kleine Bewegung musst du jene Energie aufbringen, und sei es nur, um zu atmen. Der gespeicherte Zucker wird daraufhin in sogenanntes ATP umgewandelt, das deine Muskeln sozusagen als Treibstoff verwenden. Je zuckerhaltiger eine Mahlzeit ist, umso mehr Glukose steht deinem Körper kurze Zeit später für die Energiegewinnung zur Verfügung.

Neuesten Erkenntnissen der Forschung zufolge ist dein Körper aber nicht nur in der Lage, Energie aus Zuckermolekülen zu gewinnen. Fette dienen ebenso als Kraftlieferanten. Entziehst du deinem Körper den Zucker aus Kohlenhydraten, bildet er die Ketonkörper

  • Acetoacetat
  • Aceton
  • und Beta-Hydroxybutyrat.

Der Vorteil der kohlenhydratfreien Ernährung besteht darin, dass dein Blutzuckerspiegel nicht ansteigt. Zum einen ist ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel ein Risikofaktor für Diabetes Typ 2, zum anderen fühlst du dich kurz nach der Mahlzeit rege und hibbelig, kurze Zeit später aber träge und antriebslos.

Schuld ist das Abbauhormon Insulin, das die Leber produziert, um die überflüssige Glukose aus dem Blut zu transportieren.

Zwei Faktoren sorgen für einen stetig erhöhten Blutzuckerspiegel: zum einen sehr zuckerhaltige Lebensmittel, zum anderen ständiges Essen. Hältst du zwischen den Mahlzeiten nicht genügend Zeitabstand ein, sondern greifst immer wieder zu Snacks, produziert deine Leber ununterbrochen Insulin. Einerseits soll der Verzicht auf Kohlenhydrate beim Intervallfasten dies verhindern, andererseits zwingst du deinen Körper mit den langen Essenspausen von 16 Stunden am Stück dazu, Ketonkörper zu produzieren, weil ihm keine Kohlenhydrate zur Verfügung stehen.

Beim Intervallfasten nimmst du also nicht ab, weil du deinem Körper wenig Nahrung zuführst, sondern weil Insulin die Fettverbrennung hemmt. Die Kalorien schwinden also erstens, weil das Hormon die Fettsynthese nicht verhindert, und zweitens, weil dein Körper das gespeicherte Körperfett anstelle des schnell zur Verfügung stehenden Zuckers zur Energiegewinnung verbrennt.

Ist Intervallfasten mit Kaffee empfehlenswert?

Keine Kohlenhydrate: Das bedeutet, auf Backwaren, Nudeln, Süßigkeiten und zahlreiche andere Lebensmittel zu verzichten. Kaffee steht glücklicherweise nicht auf der verbotenen Liste, obwohl auch die Bohnen einen geringen Kohlenhydratgehalt aufweisen. Allerdings ist dieser erstens vergleichsweise klein und zweitens bleibt beim Aufbrühen ein Großteil im Kaffeesatz zurück. Kaffee ist beim Intervallfasten also kein Problem, solange er schwarz ohne Milch und Zucker zubereitet wird.

 

intervallfasten bild

Befürworter des Intervallfastens sagen dem Getränk sogar eine gewichtsreduzierende Wirkung nach. Dein Körper ist so programmiert, dass er in einer Notsituation (dein Körper geht bei dem langen Verzicht auf Essen von einer Hungersnot aus) zuerst die wichtigsten Organe versorgt, sobald er Energie erhält. Am wichtigsten ist natürlich dein Gehirn. Dieses lässt sich leider oder auch glücklicherweise ganz einfach austricksen. Sobald genügend Zucker im Denkzentrum angekommen ist, schüttet es Botenstoffe aus, die signalisieren, dass die Energieversorgung gegeben ist und du leistungsfähig bist. Kaffee versorgt den Körper mit exakt der richtigen Menge, um diese Botenstoffe anzuregen, eine Insulinausschüttung jedoch zu verhindern.

 

Ausnahmen und Alternativen

Schwarzer Kaffee ist dir zu bitter? Anstelle von Zucker darfst du Stevia zum Süßen verwenden, da es keine Kalorien enthält. Andere Süßungsmittel wie Honig, aber auch Xylit aus Birkenzucker sind hingegen verboten.

Fette fördern die Ketose natürlich umso mehr. Damit dein Kaffee nahrhafter wird, kannst du ihn mit Butter oder Kokosöl anreichern. Allerdings solltest du dir über den hohen Kaloriengehalt dieser Lebensmittel im Klaren sein. Intervallfasten dient aber nicht allein der Gewichtsreduktion, sondern soll deine Gesundheit allgemein durch einen konstanten Insulinspiegel verbessern. Legst du nur Wert auf letzteren Nutzen, sind Kokosöl und Butter eine hilfreiche Zugabe. Am besten gelingt dir die zusätzliche Fettversorgung mit einem Bulletproof Coffee. Das Rezept findest du im Folgenden.

Ein weiterer Geheimtipp ist die Zugabe von Zimt. Das Gewürz schmeckt nicht nur lecker, sondern hebt auch die Stimmung und wirkt entzündungshemmend.

 

Weitere positive Effekte für die Gesundheit

Kaffee und Intervallfasten gilt als ideale Kombination, um folgenden Nutzen für deinen Körper hervorzurufen:

  • Das Koffein stimuliert das Enzym Lipolyse, das bei der Verdauung für die Aufspaltung der Fettsäuren zuständig ist. Dadurch stehen die Fette deinem Körper schneller zur Verfügung und können ebenso schnell verbrannt werden.
  • Senkung des Blutdrucks
  • Kaffee und Intervallfasten sollen sich nach Forschungserkenntnissen positiv auf Alzheimer und Parkinson auswirken. Koffein regt die Autogaphie an, bei der sich die Zellen selbstständig erneuern. Alte Zellen, die Tumore auslösen können, werden dabei vernichtet. Aus ihnen gewinnt der Körper Energie für die Bildung neuer Zellen.
  • entzündungshemmende Wirkung
  • Studien belegen, dass Kreislauferkrankungen um 19 % gesenkt werden.

Wann immer dich während der Fastenzeit also der Hunger überkommt, darfst du dir mit gutem Gewissen einen Kaffee zubereiten. Die Flüssigkeit füllt den Magen und wirkt beruhigend, wenn du wegen des Hungergefühls angespannt bist. Weiterhin eignet sich das Getränk auch als kohlenhydratarmes Frühstück. Den Bulletproof Coffee solltest du unbedingt ausprobieren.

Der Bulletproof Coffee

Der Bulletproof Coffee ist eine Erfindung des Amerikaners Dave Asprey und versinnbildlicht mittlerweile die Kohlenhydratabstinenz des Intervallfastens wie kein anderes Getränk. Nun ja, so ganz alleine ist Asprey der Gedanke, einen Kaffee mit Butter zuzubereiten, nicht gekommen. Inspiriert wurde er von den Einheimischen einer Region im Himalaya, die ihn auf einer seiner Weltreisen versorgten. Sie servierten ihm ihren Yakbutter-Tee, ein dort traditionelles Getränk, mit der Zugabe von Butter aus Büffelmilch. Begeistert von dem Geschmack, experimentierte der Weltenbummler daheim in Amerika an der Rezeptur. Heraus kam der Bulletproof Coffee, der neben dem außergewöhnlichen Geschmack auch viele gesundheitlich wertvolle Effekte haben soll.

Viele Internetseiten berichten von folgenden Wirkungen:

  • fördert die Fettverbrennung
  • liefert dank wertvoller Fette Energie für den Tag
  • sättigt lange
  • steigert die Konzentration und die Aufmerksamkeit
  • steigert die Ausdauer

 

Bulletproof Coffee Rezept

Der Bulletproof Coffee besteht hauptsächlich aus schwarzem Kaffee und Butter. Da letztere Zutat viel Fett und Eiweiß enthält, entsteht bei der Zubereitung eine herrliche Crema. Probiere es doch selbst aus:

 

Zutaten:

  • 250 ml aufgebrühter schwarzer Kaffee
  • 2 EL Weidebutter
  • 2 EL MCT-Öl (noch gesundheitsfördernder)
  • außerdem benötigst du einen Mixer

 

Zubereitung:

  • Brühe deinen Kaffee auf.
  • Fülle das Heißgetränk in den Mixer und gib die Butter sowie ein paar Tropfen Öl hinzu.
  • Jetzt nur noch mixen, bis eine homogene Flüssigkeit entsteht.

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Der überschaubare Kreis der Autoren, die auf dieser Seite regelmäßig Blogbeiträge veröffentlichen und aktualisieren, ist – wie soll es auch anders sein – dem Kaffee verfallen. Mit großem Interesse verfolgen wir die Innovationen und Trends auf dem Markt. Jeder der Autoren ist auf einen anderen Bereich spezialisiert, zum Beispiel Kaffeezubereiter, Kaffeesorten oder Kaffee-Kreationen. Teils entnehmen wir unsere Informationen seriösen Quellen, etwa Testinstituten wie Stiftung Warentest, teils berichten wir aus eigener Erfahrung. Da unser Interesse an der Kaffeebohne so unermüdlich ist wie der Effekt, den Koffein auf den Körper hat, sind wir stets darauf aus, die Blogartikel auf dem neuesten Stand zu halten. Freut uns, dass du unsere Seite besuchst.

Quelle

Nehlig, Astrid, Jean-Luc Daval, and Gérard Debry. „Caffeine and the central nervous system: mechanisms of action, biochemical, metabolic and psychostimulant effects.“ Brain Research Reviews 17.2 (1992): 139-170

 Samuel Hahnemann: Der Kaffee in seinen Wirkungen. In: Josef M. Schmidt, Daniel Kaiser (Hrsg.): Samuel Hahnemann. Gesammelte kleine Schriften. Haug, Heidelberg 2001, ISBN 3-8304-7031-2, S. 351–364.

Samuel Hahnemann: Hahnemanns Arzneimittellehre. Band I. Narayana, Kandern 2007, ISBN 978-3-939931-06-5, S. 875–887.

Georgos Vithoulkas: Homöopathische Arzneimittel. Materia Medica Viva. Band IX. Elsevier, München 2009, ISBN 978-3-437-55061-4, S. 189–205.

Annette Kerckhoff, Michael Elies: Medizin aus der Küche – Teil 2. In: Natur und Medizin. Heft 6, November/Dezember 2018, S. 10.

Meredith, Steven E., et al. „Caffeine use disorder: a comprehensive review and research agenda.“ Journal of caffeine research 3.3 (2013): 114-130

Kaplan, GARY B., et al. „Caffeine treatment and withdrawal in mice: relationships between dosage, concentrations, locomotor activity and A1 adenosine receptor binding.“ Journal of Pharmacology and Experimental Therapeutics 266.3 (1993): 1563-1572

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